200 Rettungskräfte proben ICE-Unglück im Tunnel

Blaulichtgewitter und Sirenen zerrissen in der Nacht von Samstag auf Sonntag (21./22.03.) die Stille in Forst und rund um die Schnellbahnstrecke der Deutschen Bahn. Was für Anwohner wie ein furchtbares Unglück wirkte, war zum Glück nur ein Szenario: Unter dem Titel einer großangelegten Katastrophenschutzübung trainierten Feuerwehr, das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Malteser und die Deutsche Bahn die Rettung nach einer simulierten ICE-Entgleisung. Gegen 23:00 Uhr am Samstagabend begann die realistische Übung im Eisenbahntunnel bei Forst. Die Übungsannahme war dramatisch: Ein vollbesetzter ICE war im Tunnel entgleist. Mehr als 50 Statisten, die täuschend echt als „Verletzte“ geschminkt waren, mussten aus dem Tunnel gerettet und medizinisch versorgt werden. Aus Mannheim und Stuttgart rückten die speziellen Rettungszüge der Deutschen Bahn an, um die Evakuierung aus der Tunnelröhre zu unterstützen. Für die Dauer der Übung, die bis in die frühen Morgenstunden andauerte, war die Schnellfahrstrecke komplett gesperrt. Ziel der Übung war es, das Zusammenspiel der beteiligten Organisationen unter möglichst realen Bedingungen zu erproben. Die Zusammenarbeit hat insgesamt sehr gut geklappt, in den nächsten Wochen wird die Übung ausgewertet. Im Anschluss gab es im Feuerwehrhaus Forst noch eine wärmende Gulaschsuppe.

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